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Pflanzenbau

Ein gesunder und fruchtbarer Boden bildet die Grundlage jedes Biobetriebes. Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Hilfsmittel erhalten vorbeugende Kulturmassnahmen eine besondere Bedeutung. Im Acker- und Gemüsebau ist eine ausgeklügelte Fruchtfolge entscheidend, in Dauerkulturen sind es die ökologische Gestaltung der Umgebung und die Wahl der richtigen Sorte. Da die Qualitätsansprüche an Bioprodukte gleich hoch sind wie für konventionelle Produkte, müssen Schädlinge gezielt mit natürlichen Pflanzenschutzmitteln aus Pflanzenextrakten und dem Einsatz von Nützlingen reguliert werden. Die Züchtung neuer Sorten hat dazu geführt, dass im Ackerbau mit Ausnahme der Kartoffel keine Fungizide eingesetzt werden müssen. Für die effiziente Unkrautregulierung stehen dem Biobauer bewährte Geräte wie Striegel aber auch Neuentwicklungen wie kameragesteuerte Hackgeräte zur Verfügung. Trotz der Nutzung aller zur Verfügung stehenden Techniken bleibt dem Biobauer ein höheres Risiko und bedeutend Mehrarbeit für die Unkrautregulierung und das Ausbringen der Hofdünger.


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4 Kommentare
4 Speiser Bernhard, FiBL, Frick schrieb am 27.06.2011 07:29
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Sehr geehrte Frau Wyssmüller

Leider gibt es ein paar Pflanzenkrankheiten, welche im Biolandbau bisher nicht anders als mit Kupferprodukten bekämpft werden können. In diesen Fällen ist der Kupfereinsatz erlaubt. Er gibt jedoch verbindliche festgelegte (und kontrollierte) Höchstmengen, welche sehr tief sind im Vergleich zu den Mengen, welche früher verwendet wurden. Das FiBL arbeitet seit Jahren an Forschungsprojekten mit dem Ziel, den Kupfereinsatz noch weiter zu reduzieren und schlussendlich ganz darauf zu verzichten.

Bei den verwendeten Mengen kann keine Rede davon sein, dass sie „sehr schädlich für die Böden“ seien. Auch langjährige Biobetriebe, welche regelmässig Kupfer einsetzen müssen, haben eine ausgezeichnete Bodenfruchtbarkeit. Es stimmt auch nicht, dass Kupferprodukte giftige Rückstände in Lebensmitteln zurücklassen. In der Schweiz kommen ausschliesslich Produkte zum Einsatz, welche vom Bundesamt für Landwirtschaft bewilligt wurden. Im Bewilligungsverfahren werden auch das Bundesamt für Umwelt und das Bundesamt für Gesundheit angehört, und die von ihnen angesprochenen Themen werden berücksichtigt.

Eine vollstängige Übersicht über alle im Schweizer Biolandbau erlaubten Produkte finden Sie unter www.betriebsmittelliste.ch.

Mit freundlichen Grüssen
Dr. Bernhard Speiser
Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)
Ackerstrasse, CH-5070 Frick

3 Wyssmüller Doris, Seedorf schrieb am 17.06.2011 21:18
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Guten Tag,
Vermehrt habe ich in letzter Zeit gehört dass beim Pflanzenbau nach Biorichtlinien zwar auf chemisch-synthetische Hilfsmittel verzichtet wird, stattdessen aber mit Kupferwasser gespritzt wird, was wiederum sehr schädlich sei für die Böden und giftige Rückstände in den Lebensmitteln zurücklasse.
Könnten Sie mir dazu nähere Informationen geben? (bin Laie)
Mit bestem Dank und Grüssen,
Doris Wyssmüller

1 Wyer Peter, Brig schrieb am 17.03.2010 09:11
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Ist Previcur n ein Fungizid das für den Biolandbau zugelassen ist?
Für Ihre Auskunft danke ich Ihnen bestens.

2 Schmutz Res, FiBL Beratung, Frick schrieb am 17.03.2010 10:48
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Guten Tag Herr Wyer
Previcur ist chemisch-synthetisches Fungizid und somit im Biolandbau nicht zugelassen. Sämtliche zugelassenen Pflanzenschutzmittel (Positivliste) sind in der Betriebsmittelliste des FiBL aufgeführt. Was nicht aufgeführt ist, ist verboten. Die Betriebsmittel finden Sie als PDF unter "Bioregelwerk" (Randspalte links auf dieser Webseite).
Für weitergehende Auskünfte zu Pflanzenschutzproblemen wenden Sie sich an die FiBL-Beratung unter "Adressen" auf dieser Webseite.
Freundliche Grüsse
Res Schmutz